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Aufforsten mit Douglasien-Forstpflanzen

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Douglasie | Foto: © Esel Klugohr - Fotolia.com

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Wuchsleistung der Douglasie

Vergleich Wuchsleistungen deutscher Hauptbaumarten mit der Douglasie in der II. Ertragsklasse

Vergleich Douglasie mit anderen Baumarten
Vergleich Douglasie mit anderen Baumarten |

Quelle: R. Schober, Ertragstafeln wichtiger Baumarten, J.D. Sauerländer's Verlag, 1975

Diese Darstellung der Daten der Ertragstafeln der Hauptbaumarten im Vergleich mit der Douglasie offenbart Folgendes:

Alle Werte entsprechen der mittelmäßigen II. Ertragsklasse und stellen einen vorsichtigen, nicht überhöhten Ansatz dar, der den Verhältnissen in Mittel- und Südbrandenburg auf ziemlich armen und mäßigen Böden entspricht.

Der Durchschnittliche Gesamtzuwachs (DGZ) ist die Summe des genutzten und stehenden Zuwachses pro Jahr und ha bezogen auf das jeweilige Alter. In den ersten 40 Jahren wächst die Douglasie mit durchschnittlich 11 Vfm, demgegenüber die Buche jedoch nur mit 1,4 Vfm.

Der durchschnittliche Gesamtzuwachs (DGZ) der Douglasie an Derbholz (ab 7cm Durchmesser ohne Rinde) übertrifft den der Kiefer um das Doppelte, der Fichte um cirka 50 % sowie Buche als auch Eiche um das Dreifache. Bei der Frage der möglichst frühzeitigen laufenden Nutzung, der sogenannten Vornutzung, selbst angelegter Bestände untermauert die Douglasie ihre Ausnahmestellung. Bereits nach 40 Jahren können Sie insgesamt 122 Vfm Douglasien Industrieholz und zum Teil auch schon Sägeholz (1b) ernten. Die Werte sind ohne Ertrag aus dem üblichen Gassenaufschluss zu verstehen, bei dem ca. 15 bis 20 % des Vorrates zusätzlich einmalig entnommen werden. Eiche und Buche benötigen zwei Förstergenerationen Vorlauf, damit die dritte Generation nach über 60 Jahren tatsächlich erste Einnahmen erwirtschaften kann. Insofern sollte diese Gesamtschau jedem Waldbesitzer verdeutlichen, welche Wirtschaftlichkeit Eiche und Buche in den ersten 60 Jahren aufweist.

Aus wirtschaftlicher Perspektive und in bezug auf Gesellschaften im Großen und Waldbesitzerfamilien im Kleinen, also der Frage der Generationengerechtigkeit, ist die Umwandlung von Nadelholzbeständen in Laubreinbestände in der II. Ertragsklasse und darunter nur zu vertreten, wenn das besagte Nutzungsloch in den ersten 50 - 60 Jahren durch unterlassene Nutzungen in den anderen Beständen bzw. Begründung von schnellwüchsigeren Nadelholzarten wie Douglasie oder Küstentanne kompensiert wird. Der von der Politik in der Öffentlichkeit als Erfolg verkündete Waldumbau von 70.000 ha Wald in Laubreinbestände in Brandenburg seit 1990 ist forstwirtschaftlich und gesellschaftlich eine Hypothek. Im Ergebnis wird unumkehrbar die nachfolgende Generation schlechter gestellt oder anders gesagt, wie soll man zukünftige Ertragsausfälle auffangen: Durch Sparsamkeit oder wie in den letzten 20 Jahren durch neue Schulden? Beide Alternativen sind unattraktiv und gleichbedeutend mit Wohlstandsverlusten.

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